April 7, 2008
Der unter Bespitzelungsverdacht geratene Discounter Lild geht offensiv mit den erhobenen Vorwürfen um. Online sowie auch in seinen gedruckten Wochenbeilagen nimmt die Geschäftsführung offiziell Stellung und verteidigt das gewählte Vorgehen.
“Um durch Diebstahl verursachte Inventurverluste zu vermeiden, arbeitete Lidl – wie alle anderen Handelsunternehmen auch – bisher mit Kameraanlagen und in Filialen mit extrem hohen Inventurverlusten zeitlich begrenzt mit Detekteien zusammen. Im Jahr 2007 war dies in 8 Prozent unserer Filialen der Fall.
Die Aufgabe der Detekteien war es, in diesen Filialen Informationen zur Aufklärung von Diebstählen zu gewinnen. In Einzelfällen wurden durch die Detekteien zusätzliche und teilweise auch persönliche Informationen über Mitarbeiter protokolliert – das war von uns so nicht gewollt !”
Ich denke, aus wirtschaftlicher Sicht ist ein solches Vorgehen durchaus gerechtfertigt. Ob der Auftrag wirklich nur so lautete, wie Lidl es darstellt, oder die Sammlung persönlicher Mitarbeiterdaten auch beauftragt wurden, kann ich natürlich nicht sagen, aber die Entscheidung offen die Vorwürfe zu kommunizieren und Stellung zu nehmen, finde ich definitiv den richtigen Ansatz!
PS: Als weiterer Beweis, wie ernst das Unternehmen die ganze Angelegenheit nimmt, wurde vergangene Woche Dr. Joachim Jakob, ehemaliger oberster Datenschutzbeauftragter der Bundesrepublik Deutschland, als Datenschutzberater engagiert.
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Verfasst von H.Schmidt
März 27, 2008
Wie jetzt, 1:1?
Natürlich hat die deutsche Nationalmannschaft gestern standesgemäß den Nachbarn aus der Schweiz mit 4:0 besiegt. Vorangegangen ist aber eine traurige Niederlage, die Deutschland vom Gastgeber der EM 2008 beschert wurde:
Vor ein paar Wochen habe ich eine Image-Broschüre der Schweiz Tourismus in meinem Briefkasten vorgefunden. Während im Innern durchaus interessante Informationen zum Land und dem anstehenden Großereignis zu finden waren, schmückte die Titelseite ein Gruppenfoto mit “Repräsentanten” aller 16 Teilnehmerländer:

Traurig aber wahr: dem Bild zufolge ist der deutsche Fußball-Fan weiblich, geschätze 73 Jahre alt und hat in seinem ganzen Leben bestimmt noch kein einziges Fußballspiel gesehen…
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Verfasst von H.Schmidt
Februar 18, 2008
Ausgerechnet am Tag 2 nach Bekanntwerden von Deutschlands historischem Steuerskandal um Ex-Post-Chef Zumwinkel und rund 900 weitere mutmaßliche Steuerhinterzieher habe ich im Wirtschaftsteil des Kölner Stadt-Anzeigers folgende Anzeige entdeckt:

Dort wirbt doch tatsächlich die Raiffeisen Bank (Liechtenstein) AG für einen Beratungstermin in Köln!
Ungünstiger Zufall, geniales Marketing oder doch Content-Ads im Printmedium (vielleicht hat Google seine Finger im Spiel… ;-)) ?
Die meistgestellte Frage zu diesem Termin dürfte wohl sein: Wie geht das jetzt mit der Stiftung ohne dabei erwischt zu werden?
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Verfasst von H.Schmidt
Juni 5, 2007
Gibt es jetzt schon Offline-Spambots? Oder wie erklärt sich die Darstellung der E-Mail Adresse in folgender Stellenanzeige der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG?

Es KÖNNTE natürlich auch die erste Hürde im Einstellungsprozess sein, um die Anforderung an “Sehr gute EDV-Kenntnisse” schon vorab zu überprüfen…
(Gefunden in: Berliner Morgenpost)
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Verfasst von H.Schmidt
Mai 24, 2007
Das Anregen von Emotionen in der Werbung ist heute ein wichtiger Bestandteil, um sich aus der Masse der Werbebotschaften herauszuheben und in Erinnerung zu bleiben.
Ein Statement wie “Alles für diesen Moment” ist dafür sicherlich ein guter Anfang, dachte sich Bitburger und strahlt nun diesen TV-Spot aus.

Dumm nur, dass mit eben diesem Spruch die Lufthansa bereits seit August 2004 in einer Anzeigenkampagne wirbt…

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Verfasst von H.Schmidt
Mai 13, 2007

Interessant, dass in dieser Anzeige von T-Mobile kein Angebot des bestreikten pinken Riesen als Synonym für das Internet dargestellt wird, sondern die Auftritte von Google, ebay, Amazon und Spiegel Online genutzt werden.
Ob allerdings Internet das ist, was T-Mobile denkt, habe ich in einer kleinen Blitzumfrage getestet. Das Ergebnis werde ich hier im Laufe der Woche veröffentlichen; vorab Vermutungen können gerne per Kommentar geäußert werden!
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Verfasst von H.Schmidt
Mai 11, 2007
Sex sells - das ist bekannt.
Ein Praxisbeispiel: die Google Bildersuche zum Stichwort Werbung!
Insbesondere verdeutlicht an den Suchergebnissen 4 und 6 (Stand: 11.05.07, 22h51):


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Verfasst von H.Schmidt
April 10, 2007
Beim Aufschlagen der aktuellen Ausgabe einer großen deutschen WirtschaftsWoche -zeitung ist mir heute folgendes aufgefallen:
Da werben auf Seite 1 (ganzseitig) und auf Seite 2 (Drittel-Spalte) je ein Anlageberater (im weitesten Sinne).
Nr.1 verspricht mir, dass meine Zertifikate hier “aktiv gemanagt” werden,
während der zweite Kandidat meine “Depots managed“.

Anglizismen in der gedruckten Werbung - auf jeden Fall ein schwieriges Thema!
Und wem vertraue ich jetzt mein Geld an? Ich glaube, ich frage mal bei meiner Hausbank um die Ecke, ob die nicht mein Geld verwalten wollen…
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Verfasst von H.Schmidt