AdWords mal anders

November 15, 2011

Eigentlich hat Google seine Bemühungen, Anzeigenkunden auch mit Printwerbung zu versorgen, schon vor einigen Jahren eingestellt. Findige Marketingexperten haben für den Flughafen München jetzt ihre eigene Methode gefunden, Google AdWords auf’s Papier zu bringen:

Flughafen München parken

Flughafen München parken

Anstelle teure AdWords auf die Begriffe „Flughafen München parken“ zu schalten, wurde also kurzerhand eine gedruckte Anzeige geschaltet (im Germanwings Bordmagazin), welche in Ihrer Gestaltung an die Optik von Google angelehnt ist. Und tatsächlich, bei der Suche der genannten Begriffe finden sich einige private Anbieter an den Top-Anzeigenplatzierungen wieder, nicht aber der Flughafenbetreiber selber. Dieser hat jedoch seine SEO-Hausaufgaben gemacht und liefert die ersten generischen Ergebnisse.

Suchergebnisse

Suchergebnisse

Sicherlich sind die Ziele der Printanzeige nicht mit denen von Google AdWords vergleichbar. Dennoch eine interessante Vorgehensweise, die sich je nach Wettbewerbssituation im AdWords Bereich auf der Kostenseite schnell rechnen kann. In jedem Fall erscheint sie sinnvoller als der Offline Spamschutz von Coca Cola 😉


Fake for Fame – kinoo.to = kino.to ?

November 3, 2011

Was benötigt man, um viel Wirbel um wenig Nachricht zu machen?

Richtig, ein aktuelles, skandalöses Thema; ein paar große Zahlen; einige vertrauenswürdige Fakten und pikante Details; und einen Scanner zum imitieren eines Beweisdokuments.

Eine Newsmeldung mit dieser Mischung wird seit einigen Tagen im Web (vornehmlich auf technik– und filmaffinen Blogs) diskutiert. Konkret geht es um den Kauf der kürzlich verbotenen Streamingplattform kino.to (skandalöses Thema). Hierfür will der Verfasser der Meldung glatte 1,5 Millionen Euro hingeblättert haben (große Zahlen). Bekommen hat der Erwerber, der sich mit Adresse und in Gründung befindlicher GmbH identifiziert (vertrauenswürdige Fakten), alle Rechte und Inhalte an kino.to – mittels USB Stick und 2 CDs (pikante Details)… Beweisen soll dies alles ein einseitiger Vertrag, natürlich säuberlich von beiden Parteien unterschrieben.

Aufgrund der Ermittlungen und Beschlagnahmung der Kriminalpolizei kann es eine solche Transaktion gar nicht gegeben haben und auch die Umtände scheinen höchst unglaubwürdig, doch ist das eigentlich zweitrangig. Denn am Ende ist es doch egal, ob unter der angeblich neuen Domain für das Projekt, kinoo.to, nun ein legales Portal mit echter GmbH in Köln betrieben wird, oder sich dahinter einfach nur ein weiteres illegales Streamingportal verbirgt – ein erster Erfolg in Sachen Aufmerksamkeit für kinoo.to dürfte schon erzielt worden sein – es wird geredet und gelinkt!