Fake for Fame – kinoo.to = kino.to ?

Was benötigt man, um viel Wirbel um wenig Nachricht zu machen?

Richtig, ein aktuelles, skandalöses Thema; ein paar große Zahlen; einige vertrauenswürdige Fakten und pikante Details; und einen Scanner zum imitieren eines Beweisdokuments.

Eine Newsmeldung mit dieser Mischung wird seit einigen Tagen im Web (vornehmlich auf technik– und filmaffinen Blogs) diskutiert. Konkret geht es um den Kauf der kürzlich verbotenen Streamingplattform kino.to (skandalöses Thema). Hierfür will der Verfasser der Meldung glatte 1,5 Millionen Euro hingeblättert haben (große Zahlen). Bekommen hat der Erwerber, der sich mit Adresse und in Gründung befindlicher GmbH identifiziert (vertrauenswürdige Fakten), alle Rechte und Inhalte an kino.to – mittels USB Stick und 2 CDs (pikante Details)… Beweisen soll dies alles ein einseitiger Vertrag, natürlich säuberlich von beiden Parteien unterschrieben.

Aufgrund der Ermittlungen und Beschlagnahmung der Kriminalpolizei kann es eine solche Transaktion gar nicht gegeben haben und auch die Umtände scheinen höchst unglaubwürdig, doch ist das eigentlich zweitrangig. Denn am Ende ist es doch egal, ob unter der angeblich neuen Domain für das Projekt, kinoo.to, nun ein legales Portal mit echter GmbH in Köln betrieben wird, oder sich dahinter einfach nur ein weiteres illegales Streamingportal verbirgt – ein erster Erfolg in Sachen Aufmerksamkeit für kinoo.to dürfte schon erzielt worden sein – es wird geredet und gelinkt!

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