Fax Spam für Adera Aktie – Vorsicht!

Oktober 28, 2011

Dass man mit handschriftlich adressierten Direct-Mailings gute Aufmerksamkeit erzielen kann, steht hier. Eine ähnliche Masche gab’s heute Morgen per Fax. Nachfolgende vermeintlich falsch versendete Notiz eines gewissen Sebastian an einen ebenso unbekannten Patrick soll dank privater Note für Glaubwürdigkeit sorgen.

Fax-Spam zur Adera Aktie

Fax-Spam zur Adera Aktie

Allerdings handelt es sich hierbei um eine mehr als unseriöse Masche, den Kurswert einer neu gelisteten Aktie künstlich in die Höhe zu treiben. Es wird von einer vermeintlichen Übernahme der Firma Adera Energy plc berichtet, die zu einer Kurssteigerung von aktuell 2 Euro auf über 4 Euro führen soll.

Je nach Anzahl der Empfänger dieser Nachricht und deren Gutgläubigkeit, kann man in der Tat davon ausgehen, dass der Kurs zulegen wird – die meisten privaten Anleger werden dabei aber leer ausgehen, wenn die Initiatoren des Fax-Spam ihre eigenen Aktienpakete im gr0ßen Stil wieder abstoßen werden, während die getäuschten Anleger noch auf die hingeschwindelte Übernahme warten.

Dieses Vorgehen wird bereits fleißig diskutiert und an folgender Stelle eindringlich vor dem Einstieg gewarnt.

Interessant wäre an dieser Stelle zu wissen, welche Rolle die Firma selber in dieser Aktion spielt!? Weiß man dort von der Aktion bzw. hat sie vielleicht selber initiiert…? Oder sind hier betrügerische Einzelkämpfer unterwegs, die auf Kosten der Anleger und der Firma privat Kapital schlagen wollen…?

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Auffallen um jeden Preis

September 16, 2011

Auch wenn immer mehr geschäftliche Kommunikation ins Netz verlagert wird, flattern in den meisten Firmen doch immer noch genügend Exemplare des „guten alten Mailings“ per Post ins Haus. Da muss man sich schon auch weiterhin etwas einfallen lassen, um einerseits aus der Masse aufzufallen und andererseits nicht direkt als Werbung abgetan zu werden.

Eine recht kreative Version habe ich kürzlich in der Post vorgefunden, in Form dieses Umschlags.

persönliches Direct Mailing

"persönliches" Direct Mailing

Anschrift inklusive Empfänger sowie der Vermerk „persönlich“ sind fein säuberlich mit der Hand (man kann den Kulli-Eindruck spühren!) aufgebracht, dazu eine normale 55 Cent Briefmarke. Einen Absender gibt es nicht. Dieses Schreiben ungelesen als Werbung in den Müll zu werfen, wäre also riskant.

Innen drin kommt dann die nächste Überraschung – ein Stück Papier im Format des Umschlags mit folgendem Text:

Sie: „Wo bist du?“

Er: „Erinnerst du dich an den Juwelier, wo dir das Diamantkettchen so gefiel?“

Sie: „Jaaaaaaaa!!!“

Er: „Bin in der Kneipe gegenüber!“

…bei uns können Sie ihr mit wenig Geld viel Freude machen!

Völlig irritiert findet man erst dahinter getackert schließlich die eigentliche Werbebotschaft. Der Sprung hierhin ist allerdings dafür umso größer. Mit dem Slogan „Neue Mitarbeiter aber keinen Arbeitsplatz? Günstig und unkompliziert eingestellt.“ samt Abbild einer jungen Dame wirbt die Firma für ein Komplett-Set an Arbeitsplatzausrüstung.

Die Art, das Mailing auf den Schreibtisch und letztlich geöffnet in die Hände des Empfängers zu kriegen, war schon sehr gut gemacht, wenn auch sehr aufwendig und kostspielig: zum einen benötigt die handschriftliche Adressierung, das Aufkleben der Briefmarke und das Zukleben des Umschlags viel Zeit, die sich ein entsprechend spezialisierter Sekretariats-Service sicherlich gut bezahlen lässt. Zum anderen handelte es sich ohne Zweifel ja doch um ein Massen-Mailing, bei dem aufgrund der normalen Frankierung bereits das Porto die doppelte Höhe zum ansonsten günstigen Infobrief betragen hat.

Schade nur, dass am Ende die tatsächliche Werbebotschaft nicht mehr sonderlich professionell und ansprechend rüber gebracht wurde.