Lieferando Print Werbung

September 28, 2011

Dass auch Online-Dienste bei entsprechender Relevanz für die Masse zunehmend die gedruckte Werbung für sich entdecken, ist nicht all zu neu. Eine entsprechende Kampagne fährt derzeit beispielsweise der Essensvermittler Lieferando. In Ergänzung zu der hier beschriebenen Plakat-Kampagne schaltet Lieferando so z.B. Anzeigen im Board Magazin von Germanwings. Während die Plakate wohl auf ein besonderes Tracking verzichten, sind die Anzeigen zumindet mit der spezifischen URL lieferando.de/germanwings versehen.

Lieferando

Lieferando Werbung

Diese Karte, die der Flugreisende praktischerweise gleich dem Magazin entnehmen und in die Tasche stecken kann, klebt dabei auf einer ganzseitigen Anzeige, die die Vorteile der Essensbestellung beim Bringdienstvermittler aufzeigt. Die Anzeige, die mich mit einem großen grünen Punkt auf einem rot-gehaltenem Hintergrund irgendwie an die Deutsche Bahn erinnert hat, ist somit eher zweckmäßig und recht unspektakulär gehalten.

Printwerbung ist immer schwierig und Werbetreibende müssen stets darum bemüht sein, die hohen Kosten durch möglichst gute Erreichbarkeit der Zielgruppe im entsprechenden Medium zu gewährleisten. Wenn man bedenkt, dass Germanwings viele innerdeutsche Strecken bedient und auch bzw. gerade Geschäftsreisende sowie Pendler auf die Verbindungen setzen, ist das Boardmagazin sicherlich keine schlechte Wahl für Lieferando.

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Auffallen um jeden Preis

September 16, 2011

Auch wenn immer mehr geschäftliche Kommunikation ins Netz verlagert wird, flattern in den meisten Firmen doch immer noch genügend Exemplare des „guten alten Mailings“ per Post ins Haus. Da muss man sich schon auch weiterhin etwas einfallen lassen, um einerseits aus der Masse aufzufallen und andererseits nicht direkt als Werbung abgetan zu werden.

Eine recht kreative Version habe ich kürzlich in der Post vorgefunden, in Form dieses Umschlags.

persönliches Direct Mailing

"persönliches" Direct Mailing

Anschrift inklusive Empfänger sowie der Vermerk „persönlich“ sind fein säuberlich mit der Hand (man kann den Kulli-Eindruck spühren!) aufgebracht, dazu eine normale 55 Cent Briefmarke. Einen Absender gibt es nicht. Dieses Schreiben ungelesen als Werbung in den Müll zu werfen, wäre also riskant.

Innen drin kommt dann die nächste Überraschung – ein Stück Papier im Format des Umschlags mit folgendem Text:

Sie: „Wo bist du?“

Er: „Erinnerst du dich an den Juwelier, wo dir das Diamantkettchen so gefiel?“

Sie: „Jaaaaaaaa!!!“

Er: „Bin in der Kneipe gegenüber!“

…bei uns können Sie ihr mit wenig Geld viel Freude machen!

Völlig irritiert findet man erst dahinter getackert schließlich die eigentliche Werbebotschaft. Der Sprung hierhin ist allerdings dafür umso größer. Mit dem Slogan „Neue Mitarbeiter aber keinen Arbeitsplatz? Günstig und unkompliziert eingestellt.“ samt Abbild einer jungen Dame wirbt die Firma für ein Komplett-Set an Arbeitsplatzausrüstung.

Die Art, das Mailing auf den Schreibtisch und letztlich geöffnet in die Hände des Empfängers zu kriegen, war schon sehr gut gemacht, wenn auch sehr aufwendig und kostspielig: zum einen benötigt die handschriftliche Adressierung, das Aufkleben der Briefmarke und das Zukleben des Umschlags viel Zeit, die sich ein entsprechend spezialisierter Sekretariats-Service sicherlich gut bezahlen lässt. Zum anderen handelte es sich ohne Zweifel ja doch um ein Massen-Mailing, bei dem aufgrund der normalen Frankierung bereits das Porto die doppelte Höhe zum ansonsten günstigen Infobrief betragen hat.

Schade nur, dass am Ende die tatsächliche Werbebotschaft nicht mehr sonderlich professionell und ansprechend rüber gebracht wurde.


Offline-Vorteile generischer Domains

März 10, 2011

Dass generische Domains, also www-Adressen die rein aus einem Gattungsbegriff bestehen, in der Online-Welt besonders beliebt sind, ist allseits bekannt. Nicht ohne Grund wechseln regelmäßig einprägsame Domains wie kredit.de, shopping.de oder auch sex.com für horrende Summen im 6-7 stelligen Euro-Bereich den Besitzer.

Die einfachen Domainnamen haben dabei den Vorteil, dass sie von Natur aus suchmaschinenoptimiert sind, Besucher sich den Namen gut einprägen können und aufgrund ihres häufig hohen Alters bereits über eine Vielzahl an eingehenden Links verfügen.

In der aktuellen Printausgabe der Internet World Business zeigte sich jetzt, dass generische Domains auch im Offline Bereich einen Vorteil bieten können – nämlich dann, wenn von Redaktionsseite aus schlecht recherchiert wird!

So wurde nun in der Rubrik „Menschen & Karriere“ die Einberufung eines neuen Geschäftsführers in die Baumarkt Direkt GmbH & Co. KG gemeldet. Als Link mit weiterführenden Informationen wurde hierzu die durchaus naheliegende Domain baumarkt.de angegeben. Wer sich ein bisschen in der Heimwerker- und Baubranche auskennt, weiß aber, dass Baumarkt Direkt nicht etwa baumarkt.de sondern den erfolgreichen Online-Shop hagebau.de betreibt.

baumarkt.de in der Internet World Business

baumarkt.de in der Internet World Business

Die Contentschmiede hinter baumarkt.de wird sich sicherlich umso mehr über die dankenswerte Erwähnung ihrer Domain gefreut haben, auf der gar kein eigener Shop betrieben wird, sondern lediglich Inhalte, Links und Affiliate Angebote zu den Themen Heimwerken, Baustoffe, Fliesen und Werkzeuge versammelt sind.


Medienbruch? Pustekuchen!

Oktober 18, 2008

Aus aktuellem Anlass schnell eine eigene Erkenntnis zum Thema Medienbruch zwischen Fernsehwerbung und beworbenem Online-Produkt.

Gerade lief im Werbeblock des TV Total Turmspringens ein Spot vom beliebten Web-Startup MyMuesli. Sicherlich aus Tracking Gründen (und da die Markenbekanntheit außerhalb des Webs ohnehin noch recht gering sein dürfte) wurde der Müslibaukasten im Spot unter dem Namen „Wunschmüsli“ beworben. Die Umbenennung wurde übrigens konsequent durchgezogen, so stand auf den gezeigten Boxen z.B. nur Müsli.

Jedenfalls scheiterte mein Versuch die Seite (sowohl im Original als auch unter der TV-Domain) im Anschluss anzurufen wegen Serverauslastung!! Stimmt das Produkt und die Ansprache der Zielgruppe, kann man also auch Online-Produkte ohne weiteres offline bewerben. Schade nur, dass die Server es leider nicht ausgehalten haben (gleiches ist übrigens auch beim Versicherungsvertreter von Joey Kelly passiert…).

UPDATE: Vielleicht hatten sich die Mymuesli Server aber auch einfach noch nicht wieder ganz vom Galileo Bericht am selben Tag erholt 🙂


bye buy VIP…

Mai 18, 2008

Nach meinem anfänglich recht positiven Eindruck von der Shopping-Community BuyVIP.com hat sich meine Meinung jetzt doch stark geändert.

Nachdem ich meine Bestellung einiger Puma Produkte bei BuyVIP schon fast wieder vergessen hatte (wenn nach rund 2 Monaten noch nichts angekommen ist, kann das ja schonmal passieren…), wurde ich vergangene Woche dann durch eine kleine Mail-Flut wieder daran erinnert:

Erst hieß es

„Zu unserem Bedauern müssen wir Ihnen heute mitteilen, dass wir den von
Ihnen bestellten und noch ausstehenden Artikel der Marke PUMA nicht liefern
können.“

Ein Blick in meinen Paypal Account zeigte aber nur die Erstattung eines geringen Teilbetrages. Kurz drauf dann also drei weitere Emails mit einer Stornierung und zwei erneuten Bestellbestätigungen…!? Scheinbar sollte es jetzt also zumindest einen Teil meiner bestellten Artikel doch geben.

Dass bei einer Kampagne mit beliebten Produkten schnell die Sachen ausverkauft sind, ist eine Sache. Aber im Bestellprozess anzugeben, die Produkte seien noch vorrätig, dann nach Monaten die Bestellung zu stornieren, um sie am Ende doch wieder abzuwickeln, das ist einfach nur unprofessionell und unverschämt!

So macht Onlineshopping wirklich keinen Spaß! Aus diesem Grund sage ich nun also bye buy VIP und werde nach Eintreffen meiner Bestellung (aktueller Status: „in Vorbereitung“ – ob es wirklich klappt bin ich mir noch immer nicht sicher) meinen Account dort löschen!

Falls jemand trotz meiner negativen Erfahrung Interesse an der Shopping-Community hat, stelle ich gerne meinen Account zur Verfügung (falls sich alle Kontakt-/Kontodaten komplett ändern lassen) – ihr könntet dann euren ersten Einkauf mit einer Gutschrift von 12 – 24 Euro tätigen (2×6 Euro Kulanz-Gutschrift, 2×6 Euro noch ausstehend durch geworbene Mitglieder). Also, wer seine eigenen Erfahrungen mit BuyVIP sammeln will, kann sich gerne hier bei mir melden!


UPDATE: “Wettabgabe derzeit nur in der ehemaligen DDR.”

April 8, 2008

Da ich hier im Blog überaschend viel Traffic auf meinen Eintrag zum DDR Hinweis auf bwin Bannern bekomme, habe ich versucht einige Informationen vom Unternehmen zu bekommen – leider nur mit mäßigem Erfolg:

bwin Email

Wie würdet ihr diese Email Antwort verstehen? Deutungen und Interpretationen per Kommentar gerne willkommen!


Lidl – Flucht nach vorne!

April 7, 2008

Der unter Bespitzelungsverdacht geratene Discounter Lild geht offensiv mit den erhobenen Vorwürfen um. Online sowie auch in seinen gedruckten Wochenbeilagen nimmt die Geschäftsführung offiziell Stellung und verteidigt das gewählte Vorgehen.

„Um durch Diebstahl verursachte Inventurverluste zu vermeiden, arbeitete Lidl – wie alle anderen Handelsunternehmen auch – bisher mit Kameraanlagen und in Filialen mit extrem hohen Inventurverlusten zeitlich begrenzt mit Detekteien zusammen. Im Jahr 2007 war dies in 8 Prozent unserer Filialen der Fall.

Die Aufgabe der Detekteien war es, in diesen Filialen Informationen zur Aufklärung von Diebstählen zu gewinnen. In Einzelfällen wurden durch die Detekteien zusätzliche und teilweise auch persönliche Informationen über Mitarbeiter protokolliert – das war von uns so nicht gewollt !“

Ich denke, aus wirtschaftlicher Sicht ist ein solches Vorgehen durchaus gerechtfertigt. Ob der Auftrag wirklich nur so lautete, wie Lidl es darstellt, oder die Sammlung persönlicher Mitarbeiterdaten auch beauftragt wurden, kann ich natürlich nicht sagen, aber die Entscheidung offen die Vorwürfe zu kommunizieren und Stellung zu nehmen, finde ich definitiv den richtigen Ansatz!

PS: Als weiterer Beweis, wie ernst das Unternehmen die ganze Angelegenheit nimmt, wurde vergangene Woche Dr. Joachim Jakob, ehemaliger oberster Datenschutzbeauftragter der Bundesrepublik Deutschland, als Datenschutzberater engagiert.